Die Güterverkehrsprognose 2050 des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) verzeichnet einen rasanten Anstieg des Güteraufkommens von 3,7 Mrd. t auf etwa 5,5 Mrd. t und der Verkehrsleistungen von 600 Mrd. tkm auf 1.200 Mrd. tkm in Deutschland. Gleichzeitig diskutieren EU und Bund über eine Verteuerung des Emissionshandels im Luftverkehr, die Einführung bzw. Ausdehnung von Nachtflugverboten, eine Ausweitung der Eurovignetten-Richtlinien und den Erlass von Emissionsgrenzen für CO2. Dies und die steigenden Treibstoff- und Energiepreise in Transport und Logistik sowie die wachsenden Anforderungen des Klima- und Umweltschutzes stellen die Paketdienste vor ganz neue Herausforderungen.
Auch wenn die Bereitschaft auf Kundenseite für nachhaltige Dienstleistungen zu bezahlen, bisher noch gering zu sein scheint, wird die Branche in Zukunft immer stärker mit ökologisch getriebenen Kundenanforderungen konfrontiert werden. Rund 81 Prozent der in einer Studie durch den BME und durch die BA Lörrach befragten Unternehmen würden bei gleichem Preis-Leistungsverhältnis den vergleichsweise ökologisch fortschrittlichen Dienstleister bevorzugen. Die bewusste Nachfrage nach klimaneutralen und auch ökologischen Produkten hat in den letzten Jahren auch bei den Privatkunden spürbar zugenommen und wird nicht zuletzt durch die aktuell immer stärker geführte Energiepreis- und Klimaschutzdiskussion weiter zunehmen. Nachhaltigkeit wird zu einem wichtigen Differenzierungsmerkmal - auch im Wettbewerb der Paketdienste.

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